1946 hat Léon Theremin ein Spionagegerät für die Sowjetunion entwickelt, das gestörte Funkwellen mit Audioinformationen zurückgestrahlt hat. Eine Membran wurde durch Schallwellen in Vibrationen versetzt, was die Form des Resonators leicht verändert und so die zurückgestrahlte Funkfrequenz moduliert hat. Auch wenn dieses Gerät ein passives Gerät für verstecktes Abhören war und kein Kennzeichnungstag, stellt es einen Vorreiter der RFID-Technologie dar. Die für RFID eingesetzte Technologie gibt es laut einer Quelle bereits seit den frühen 1920er Jahren, auch wenn dieselbe Quelle angibt, dass es RFID-Systeme erst seit den späten 1960er Jahren gibt.
Vergleichbare Technologien wie der 1939 in Großbritannien erfundene IFF-Transponder wurden von den Alliierten im Zweiten Weltkrieg zur Identifikation freundlicher oder feindlicher Flugzeuge verwendet. Noch heute werden in militärischen und zivilen Flugzeugen Transponder verwendet.
Ein weiteres frühes Beispiel für den Einsatz von RFID ist die historische Arbeit von Harry Stockman mit dem Titel „Communication by Means of Reflected Power" (Kommunikation mithilfe zurückgestrahlter Energie) aus dem Jahr 1948 (Proceedings of the IRE, S. 1196-1204, Oktober 1948). Stockman hat vorhergesehen, dass „umfassende Forschungs- und Entwicklungsarbeiten erforderlich sind, bis die verbleibenden grundlegenden Probleme bei der Kommunikation mithilfe zurückgestrahlter Energie gelöst sind und praktische Anwendungen entwickelt werden können".
Das U.S. Patent 3,713,148 von Mario Cardullo aus dem Jahr 1973 ist der erste wirkliche Vorgänger von modernem RFID, ein passiver Funktransponder mit Speicher. Das erste Gerät war passiv und wurde vom Abfragesignal versorgt. Es wurde 1971 der New York Port Authority und weiteren potentiellen Anwendern vorgeführt und bestand aus einem Transponder mit 16 Bit Speicherkapazität für den Einsatz bei der Gebührenzahlung. Das Patent von Cardullo umfasst den Einsatz von Funk-, Schall- und Lichtwellen als Übertragungsmedium. Der ursprüngliche 1969 Investoren vorgestellte Geschäftsplan umfasst den Einsatz im Transportbereich (Fahrzeugidentifikation, automatische Mauterfassung, elektronisches Nummernschild, elektronisches Verzeichnis, Fahrzeugrouting, Leistungsüberwachung von Fahrzeugen), Bankbereich (elektronische Schecks, elektronische Kreditkarte), Sicherheitsbereich (Personenidentifikation, automatische Zugangskontrolle, Überwachung) und im Gesundheitswesen (Identifikation, Patientenvergangenheit).
Eine sehr frühe Demonstration von RFID-Tags mit passiver und semi-passiver Spannungsversorgung (modulierte Rückstreuung) wurde 1973 von Steven Depp, Alfred Koelle und Robert Freyman am Los Alamos Scientific Laboratory durchgeführt. Das tragbare System arbeitete mit 915 MHz und 12-Bit-Tags. Diese Technik wird heute von den meisten UHF- und Mikrowellen-RFID-Tags eingesetzt.
Das erste Patent im Zusammenhang mit der Abkürzung RFID, das U.S. Patent 4,384,288, wurde 1983 Charles Walton zugesprochen.
Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Radio_frequency_identification